Warum eine Ausbildung zum Masseur sinnvoll ist

1.Massage – eine uralte Heilkunst

Massage ist eine uralte Heilkunst der Menschheit und entspringt dem instinktiven Wissen um die Wirkung von Berührungen bei schmerzenden Körperstellen.
Die ersten Massageanwendungen fanden vermutlich in Ostafrika sowie in Asien statt. Nachweislich erwähnt werden sie erstmals 2600 v. Chr. in China aber auch von indischen Mönchen wurden im bereits Massagen durchgeführt. In Europa wurde diese Form der Heilkunst in der Antike von Hippokrates eingeführt und die Heilkundigen dieser Zeit durften die Kunst der Massage lernen.
So ist es klar, dass sich im Laufe der Zeit verschiedene Massagestile herausgebildet haben.

2.Das Berufsbild des Massagetherapeuthen / Massagepraktikers

Warum ist eine Ausbildung zum Massagetherapeuthen sinnvoll?

Weil Sie dadurch Menschen auf den Ebenen von Körper, Geist und Seele etwas Gutes tun können und unmittelbar eine positive Resonanz für Ihre Dienstleistung erfahren. Sie helfen Ihren Klienten bei der Gesundheitsprävention oder fördern die Heilung bei bereits bestehenden Gesundheitsprojekten. Sie haben die Möglichkeit, sich als Massagetherapeuth oder Massagepraktiker selbständig zu machen oder stattdessen in Festanstellung zu arbeiten.

Wo kann ich als in diesem Beruf arbeiten?

Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Abhängig von Ihren persönlichen Präferenzen, den örtlichen Gegebenheiten kommen folgende Bereiche in Frage:

– Präventivmedizin
– Kurative Medizin
– Kurwesen
– Rehabilitierende Medizin
– Medical Wellness

Innerhalb dieser Tätigkeitsfelder findet Ihr Können seinen Einsatz

– in der Selbständigkeit
– im Angestelltenverhältnis
– in Vereinen (z.B. Sport)
– in Einrichtungen für Sport- und Präventivmedizin
– in Leistungszentren
– in Arztpraxen
– in speziellen Kliniken
– in Kureinrichtungen
– in Pflegeeinrichtungen
– in Saunen
– in Sanatorien
– in Therapiezentren / ambulant
– in Wellnesszentren
– in Fitnesseinrichtungen
– an Berufsfachschulen als Lehrpersonal
– in der Berufs- bzw. Fortbildung als Referent*in

Die nächste Frage, die sich nach den Einsatzmöglichkeiten stellt, ist die Frage, nach den finanziellen Aspekten.

Wie viel verdient ein Massagetherapeuth? 

Die Verdienstspanne bewegt sich zwischen 31.900 € und 47.300 € im Jahr. Das durchschnittliche Gehalt von Massagetherapeuthen beträgt damit 38.300 € pro Jahr. Dabei gibt es jedoch deutliche regionale Schwankungen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, ob es sich um ein Angestelltenverhältnis oder um eine Selbständigkeit handelt. Auch der Wissensstand spielt eine wichtige Rolle, denn wer regelmäßig Fortbildungen macht, hat deutlich bessere Chancen, dass sich dies positiv auf das Einkommen auswirkt. Masseure in einer Festanstellung können zwischen 1.400 € und 4.000 € brutto pro Monat verdienen. Das Trinkgeld ist auch zu berücksichtigen. In einer selbständigen Tätigkeit können Sie zwischen 50,00 € bis 120,00 € / Stunde ansetzen – je nach Art der Massage und dem Bundesland.

Auch ist es möglich, Ihre Dienste als Freelancer anzubieten, in diesem Fall bleiben Ihnen ca. 50-70 % Ihres Gesamtumsatzes.
Wichtig ist, dass Ihnen der Wert Ihrer Arbeit bewusst ist und Sie dementsprechend honoriert werden. Das Gehalt von Massagetherapeuthen ist durchaus variabel und lukrativ. Speziell, wenn Sie sich regelmäßig um eine Weiterbildung bemühen.

3. Die Ausbildung zum Massagepraktiker und Massagetherapeuthen

Sie haben sich nun einen Eindruck von Ihren Chancen als Masseur gewonnen und sich für das Erlernen dieses wunderbaren Berufsbildes entschieden. Dieser Beruf ist für Sie geeignet, wenn Sie

– gerne mit Menschen arbeiten
– Geduld & Einfühlungsvermögen zu Ihren Stärken zählen
– gut zuhören können
– teamfähig sind

Sie erfüllen all diese Kriterien? Wunderbar! Dann beschäftigen wir uns mit den Lerninhalten Ihrer Ausbildung. Sie werden alles über Massage lernen,von den Ursprüngen der Massagetechniken bis hin zu medizinischem Fachwissen.
Die Ausbildung umfasst diese Lerninhalte:

– Klassische Massage
– Aromamassage
– Kosmetische Lymphdrainage
– Fußreflexzonenmassage
– Breuss – Rückenmassage
– Ayurveda – Ganzkörpermassage
– Hot Stone Massage
– Anatomie & Physiologie
– Allgemeine Gesundheitslehre
– Spezialwissen in den Bereichen: Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, etc.
– Sozialpädagogik
– Grundlegende Techniken der Krankengymnastik
– Elektrotherapie
– Bewegungserziehung

Welchen Massagekurs sollten Sie zuerst besuchen?

Sie sollten mit den klassischen Massagetechniken wie

– Nacken- und Rückenmassage
– Fuß- und Beinmassage
– Arm- & Handmassage
– Kopf- & Gesichtsmassage
– Kinesiologisches Taping

beginnen.

Nach erfolgreich bestandener Ausbildung erhalten Sie ein Ausbildungszertifikat. Diese Qualifikation befähigt Sie, eine Weiterbildung in der Gesundheitsbranche zu machen und erweitert Ihr Betätigungsfeld innerhalb des Gesundheitswesens deutlich.
Für Einsteiger, die sich auf eine oder mehrere Massagearten spezialisieren möchten, bieten sich diese Massagetechniken an:

– Fußreflexzonenmassage
– Thaimassage
– Mobile Massage
– Klangschalenmassage

Diese Kurse sind besonders für Einsteiger zu empfehlen, da sie ohne die Kenntnisse der klassischen Massage durchführbar sind und es sich um eigene Massagetechniken handelt.

Entweder als eigenständiges Betätigungsfeld oder auch als Vorstufe zum Massagetherapeuthen ist der Beruf des Massagepraktikers anzusehen. Als Massagepraktiker können Sie bereits nach einem mehrtägigen Seminar gelernt werden. Sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss auch hier ein Ausbildungszertifikat. Im Anschluss daran, besteht die Option der Weiterbildung zum Therapeuten.

4. Wie werde ich Massagetherapeuth?

Sie möchten die Kunst der Massage lernen. Zu diesem Ziel führen mehrere Wege.

Sie haben die Möglichkeit, eine Massage Schule zu besuchen. Es gibt verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Konditionen.
Wahlweise können Sie sich zunächst zum Massagepraktiker ausbilden lassen und sich anschließend gegebenenfalls zum Therapeuten weiterbilden.
Die Ausbildungsdauer hierfür dauert, je nach Anbieter und Schulungsinhalten, zwischen 3 und 8 Tagen.
Die Ausbildungsstätten bieten auch berufsbegleitende Kurse an. Diese finden z.B. über Videos und schriftliche Unterrichtsmaterialien statt, der praktische Teil wird dann über Wochenendseminare abgedeckt.

5. Weiterbildung in der Gesundheitsbranche

Sie haben Ihre Berufsausbildung als Massagetherapeuth abgeschlossen und möchten eine Fortbildung machen? Dann stehen Ihnen wunderbare Möglichkeiten offen:

– Fitnessfachwirt
– Betriebswirt in den Bereichen Management & Gesundheitswesen
– Fachwirt im Bereich soziale Dienstleistungen
– Physiotherapeut – verringerte Ausbildungsdauer

Wenn Sie über eine Fachhochschulreife verfügen oder Abitur aufweisen, kommt auch ein Studium in Frage. Die möglichen Studienfächer umfassen:

– Bachelor of Science – Ergotherapie
– Medizinisches Staatsexamen
– Bachelor of Science – duales Studium Präventions-, Rehabilitions- und Therapiewissenschaften
– Bachelor of Arts – Heilpädagogik

6. Förderung der Ausbildung

Staatliche Förderungsmöglichkeiten für die Massageausbildung sind möglich. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen, um diese zu erhalten.
Für Staatliche Förderungsmöglichkeiten kommen Sie in Frage, wenn Sie folgende Kriterien erfüllen:

– Die Vollendung des 25. Lebensjahres
– 15 Stunden Erwerbstätigkeit mindestens pro Woche
– Das Einkommen muss unterhalb von 20.000 € sein und bei gemeinsam veranlagten Personen sind es 40.000 €
– Die Weiterbildungskosten betragen maximal 1.000 €

Ein weiteres Kriterium ist die Auswahl der Massage Schule. Diese muss offiziell anerkannt und zertifiziert sein.

Am Ende der Massageausbildung müssen Sie ein Ausbildungszertifikat erhalten, das Ihre Qualifikation belegt.